Du funktionierst — Unterricht, Korrekturen, Elterngespräche, und nach außen läuft alles. Doch die ehrlichere Frage ist oft eine andere: Wie lange noch so? Die wenigsten Lehrkräfte wissen, wo sie selbst gerade stehen — zwischen echtem Engagement und stiller Erschöpfung.

Diese kostenlose Standortbestimmung zeigt es dir in drei Minuten und völlig anonym. Anhand von zwölf Aussagen ordnet sie dich in eines von vier wissenschaftlich beschriebenen Belastungsmustern ein — von „stabil engagiert" bis „ausgebrannt". Der Hintergrund ist ernüchternd: In der Potsdamer Lehrerstudie des Psychologen Uwe Schaarschmidt zeigte nur 17 % der Lehrkräfte ein gesundes Muster, während fast 60 % in eines der beiden Risikomuster fielen — die ungünstigste Belastungskonstellation aller untersuchten Berufsgruppen.

Wichtiger als die Frage „Bin ich schon ausgebrannt?" ist deshalb: In welchem Muster bin ich gerade? Wer das früh erkennt, kann handeln, bevor aus stiller Überlastung eine innere Kündigung oder ein Zusammenbruch wird. Beantworte die zwölf Aussagen unten so ehrlich wie möglich — nach deinem Bauchgefühl, nicht nach dem, was sein sollte.

Interaktiver Selbsttest · 3 Minuten · anonym

Deine Standortbestimmung

Orientierung, keine Diagnose · inspiriert vom AVEM-Modell · deine Antworten bleiben in deinem Browser

Frage 1 von 12

Wenn ich an meine Klassen denke, spüre ich echtes Engagement — ich will, dass es gut läuft.

Antworte nach deinem Bauchgefühl, nicht nach dem, was sein sollte. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Deine Antworten bleiben in deinem Browser — sie werden nicht gespeichert und nicht übermittelt.

Was diese Standortbestimmung misst

Die Standortbestimmung ordnet dich auf zwei Achsen ein: deinem Engagement (wie sehr du dich noch einbringst) und deinen Ressourcen — also deiner Fähigkeit abzuschalten, deiner Widerstandskraft und deinem Lebensgefühl. Aus der Kombination ergeben sich vier Belastungsmuster. Das Modell dahinter ist das wissenschaftliche AVEM-Konzept (Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) der Psychologen Uwe Schaarschmidt und Andreas Fischer. Dieser Test ist davon inspiriert, verwendet aber eigene Fragen und eine eigene Auswertung — er ist nicht das validierte Originalverfahren, sondern ein Orientierungsinstrument. Die ausführliche Theorie hinter den Mustern liest du in „Die Burnout-Schwelle ist das falsche Signal".

Die vier Belastungsmuster im Überblick

Die Belastungsforschung kennt keine zwei Zustände (gesund oder ausgebrannt), sondern vier Muster. Zwei davon sind gesundheitlich unkritisch, zwei sind Risikomuster:

MusterEngagementErholung & WiderstandskraftLebensgefühl
G — Gesundheithoch, nicht überhöhtstabilpositiv
S — Schonunggeringgute Distanzierungüberwiegend positiv
A — Selbstüberforderungüberhöhtreduziert, schwer abschaltbareher negativ
B — Resignationgeringerschöpftnegativ

Muster G und S sind gesundheitlich stabil; sie unterscheiden sich vor allem in der Höhe des Engagements. Die Risikomuster A und B teilen sich die erschöpften Ressourcen — und unterscheiden sich darin, ob das Engagement noch hoch (A) oder bereits zurückgenommen ist (B).

Wie viele Lehrkräfte sind betroffen?

In der Potsdamer Lehrerstudie des Psychologen Uwe Schaarschmidt (Stichprobe der AVEM-Statusanalyse: knapp 8.000 Lehrkräfte) zeigte nur 17 % der Lehrkräfte das gesunde Muster G, während die Risikomuster A und B mit je rund 30 % zusammen fast 60 % ausmachten. Das Schonungsmuster S bildete mit rund 23 % die Restgröße.

Befund der Potsdamer Lehrerstudie (Schaarschmidt)
Nur 17 % der Lehrkräfte zeigen ein gesundes Muster — fast 60 % ein Risikomuster
Quelle: U. Schaarschmidt (Hrsg.), Halbtagsjobber? Psychische Gesundheit im Lehrerberuf, 2. Aufl., Beltz 2005 (ISBN 978-3-407-25407-8). Stichprobe der AVEM-Statusanalyse: knapp 8.000 Lehrkräfte.

Damit wiesen Lehrkräfte die ungünstigste Musterkonstellation aller verglichenen Berufsgruppen auf. Der Befund ist zwei Jahrzehnte alt, seine zentrale Architektur — die Dominanz der Risikomuster gegenüber dem gesunden G-Muster — gilt bis heute als prägend für die Diskussion über Lehrergesundheit.

Risikomuster A oder B — warum der Unterschied zählt

Risikomuster A (Selbstüberforderung) beschreibt eine Lehrkraft, die noch voll funktioniert: hohes, oft überhöhtes Engagement, aber nachlassende Erholung und das Gefühl, mehr zu geben, als zurückkommt. Risikomuster B (Resignation) ist der Zustand danach — Engagement und Kraft sind aufgebraucht, Erschöpfung und Resignation überwiegen. Der entscheidende praktische Unterschied: Wer aus Muster A heraus etwas verändert, hat noch die Ressourcen für einen geordneten Übergang. Den ausführlichen Vergleich beider Muster und was er für den richtigen Wechsel-Zeitpunkt bedeutet, liest du in „Die Burnout-Schwelle ist das falsche Signal".

Ist die Standortbestimmung eine Diagnose?

Nein. Diese Standortbestimmung ist ein Orientierungsinstrument zur Selbstreflexion. Sie ist keine medizinische oder psychologische Diagnose und ersetzt keine fachliche Beratung. Sie ist inspiriert vom AVEM-Modell nach Schaarschmidt & Fischer (Verlag Hogrefe/Testzentrale), ist aber nicht das validierte Originalverfahren und steht in keiner Verbindung zu dessen Verlag oder Autoren. Deine Antworten werden ausschließlich in deinem Browser ausgewertet — sie werden nicht gespeichert und nicht übermittelt. Bei anhaltender Erschöpfung wende dich bitte an deine Hausärztin oder eine psychotherapeutische Praxis; bei akuter Belastung ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).

Häufige Fragen

+Was ist das AVEM-Modell?

AVEM steht für „Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster", ein Fragebogen-Verfahren der Psychologen Uwe Schaarschmidt und Andreas Fischer (Verlag Hogrefe/Testzentrale). Es erfasst über drei Bereiche — Arbeitsengagement, Widerstandskraft und Lebensgefühl — vier Muster: Gesundheit (G), Schonung (S), Selbstüberforderung (A) und Resignation (B). Diese Standortbestimmung ist davon inspiriert, verwendet aber eigene Fragen und ist nicht das validierte Originalverfahren.

+Ist dieser Belastungstest für Lehrkräfte wissenschaftlich fundiert?

Er ist inspiriert vom AVEM-Modell (Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) nach Schaarschmidt & Fischer, das in der Potsdamer Lehrerstudie mit knapp 8.000 Lehrkräften eingesetzt wurde. Der Test verwendet jedoch eigene Fragen und eine eigene Auswertung und ist ausdrücklich nicht das validierte AVEM-Originalverfahren, sondern ein kostenloses Orientierungsinstrument zur Selbstreflexion.

+Was bedeuten die vier Belastungsmuster?

Muster G (Gesundheit): engagiert und stabil mit guten Reserven. Muster S (Schonung): Engagement bewusst zurückgefahren, Distanz als Schutz. Risikomuster A (Selbstüberforderung): hohes Engagement, aber fehlende Erholung und schwindende Anerkennung. Risikomuster B (Resignation): Engagement und Kraft sind beide aufgebraucht. In der Potsdamer Lehrerstudie fielen je rund 30 % der Lehrkräfte in die Risikomuster A und B — zusammen fast 60 %.

+Worin unterscheiden sich die Risikomuster A und B?

Risikomuster A (Selbstüberforderung) beschreibt hohes, oft überhöhtes Engagement bei nachlassender Erholung — die Lehrkraft funktioniert noch, kann aber schlecht abschalten. Risikomuster B (Resignation) ist der Zustand danach: Engagement und Kraft sind aufgebraucht, Erschöpfung und Resignation überwiegen. In der Potsdamer Lehrerstudie fiel je rund 30 % der Lehrkräfte in eines dieser beiden Muster.

+Ist der Test eine Burnout-Diagnose?

Nein. Der Test stellt keine medizinische oder psychologische Diagnose und ersetzt keine fachliche Beratung. Er gibt eine Orientierung, in welchem Belastungsmuster Sie sich gerade bewegen. Bei anhaltender Erschöpfung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder eine psychotherapeutische Praxis; bei akuter Belastung ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar.

+Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Der Test läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Antworten werden weder gespeichert noch an uns oder Dritte übermittelt. Es ist keine Anmeldung und keine Angabe persönlicher Daten erforderlich.

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